Im Freistaat Sachsen wird die Population des Waschbären ständig größer, denn in Mitteleuropa haben sie keine natürlichen Feinde. Eine Zählung der Tiere ist jedoch nicht möglich. Waschbären unterliegen im Freistaat Sachsen dem Jagdrecht. Die Auswertung der Anzahl der erlegten Tiere erlaubt es, Rückschlüsse auf die Populationsentwicklung zu ziehen. Wurde im Jagdjahr 1991/1992 noch kein Tier zur Strecke gebracht, betrug in 2018/2019 die Zahl der erlegten Waschbären fast 16000 Tiere. Bezogen auf den Zeitraum der Jagdjahre 2010/2011 bis 2018/2019 stieg die Anzahl erlegter Tiere jährlich um durchschnittlich fast 30 Prozent.
Eine aktuelle Zahl vom Landesjagdverband gibt für das Jagdjahr 2024/2025 knapp 27.000 erlegte Exemplare an – ein deutlicher Anstieg gegenüber früheren Jahren.
Hier gelangen Sie direkt zur Veröffentlichung vom Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und die Zahl vom Landesjagdverband:
Die Population der Waschbären hat in Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen. Mittlerweile sind die Tiere nahezu flächendeckend verbreitet und auch in Sachsen – insbesondere im Raum Chemnitz – deutlich auf dem Vormarsch.
Allein in Deutschland werden jährlich mehrere hunderttausend Waschbären erlegt. Auch in Sachsen steigen die Zahlen seit Jahren kontinuierlich. Grund dafür ist die hohe Anpassungsfähigkeit der Tiere: Waschbären finden in Siedlungsgebieten ideale Lebensbedingungen, etwa durch leicht zugängliche Nahrungsquellen wie Mülltonnen, Gärten oder Kompostanlagen.
Mit der zunehmenden Verbreitung nehmen auch die Probleme zu. Waschbären dringen häufig in Dachböden ein, beschädigen Dämmungen und hinterlassen erhebliche Verschmutzungen. In Gärten richten sie Schäden an, plündern Teiche oder greifen Kleintiere wie Hühner an.
Darüber hinaus haben Waschbären auch ökologische Auswirkungen. Sie zählen zu den invasiven Arten und können durch das Fressen von Vogeleiern und Amphibien empfindliche heimische Tierbestände beeinträchtigen.
Die kontrollierte Bejagung ist daher ein wichtiger Bestandteil des Wildtiermanagements und dient sowohl dem Schutz von Eigentum als auch dem Erhalt des ökologischen Gleichgewichts.
Waschbären sind längst kein Randthema mehr in Chemnitz. Meldungen über Sichtungen häufen sich insbesondere in Wohngebieten mit viel Grünanteil – etwa in Adelsberg, Rabenstein, Grüna oder auch entlang des Chemnitztals. Dort finden die Tiere ideale Bedingungen: Gärten, Kompost, Teiche und leicht zugängliche Dachböden.
Auch offizielle Stellen in Sachsen weisen seit Jahren auf die stark wachsende Population hin. Der Waschbär gilt als invasive Art und unterliegt dem Jagdrecht. Die steigenden Streckenzahlen im Freistaat zeigen deutlich, dass sich die Tiere weiter ausbreiten – zunehmend auch im urbanen Raum.
In der Praxis äußert sich das in Chemnitz oft sehr konkret:
• aufgerissene Müllsäcke in Wohngebieten
• geplünderte Fischteiche und Hühnerställe am Stadtrand
• Geräusche und Schäden in Dachböden älterer Häuser
Besonders in ruhigeren Lagen oder an Waldrändern kommt es häufig vor, dass sich Waschbären dauerhaft ansiedeln. Einzelne Vergrämungsmaßnahmen bleiben dabei meist ohne nachhaltigen Erfolg.
Wenn sich Waschbären einmal etabliert haben, braucht es ein konsequentes und rechtssicheres Vorgehen. Genau hier biete ich Unterstützung im Raum Chemnitz an – mit Erfahrung aus der praktischen Jagdausübung und unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften in Sachsen.
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